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Kaviar Sorten

Generell existieren 27 verschiedene Varianten Störkaviar, von denen indessen nur einige wenige auf dem Feinschmeckermarkt bereitgestellt werden.

Beluga Kaviar

Beluga Kaviar ist die hochpreisigste und von der Beschaffenheit her hochwertigste aller Kaviarsorten. Dabei geht es um ein Produkt des "Europäischen Hausen" (lat. Huso huso), der auch die Bezeichnung Belugastör verliehen bekommen hat. Dieser gehört zu den sogenannten "Echten Stören" (Acipenseridae). Seefisch existiert vor allem an den Küstenregionen des Schwarzen- wie auch des Kaspischen Meeres sowie in den Unterläufen der Flüsse Don, Wolga, Kura, Ural und der Donau.

Die Eier des "Europäischen Hausen" weisen mit 3,5 Millimeter Mittelsehne eine bemerkenswerte Größe auf. Ihr Kolorit schwankt zwischen hellgrau bis anthrazit; sie sind mit einer sehr zerbrechlichen Haut umgeben. Das der Geschmack des Beluga-Kaviars ist anziehend soft und hoch fein, was natürlich einen vorrangigen Anlass für die Begier der multinationalen Feinschmecker nach dieser Variante verursacht. Um diese spezielle Eigennote nicht zu stören, sollte der Beluga nicht gemeinsam mit Zwiebeln oder Zitrusfrüchten sich einverleibt werden. hingegen ist es empfehlenswert, die besondere Köstlichkeit zusammen mit gebuttertem Toastbrot oder auch Kartoffeln zu reichen.

außerdem gilt es darauf Wert zu legen, den Kaviar zu keiner Zeit von einem Metall- oder Silberlöffel zu sich zu nehmen, weil diese den Geschmack dezimieren. Statt dessen sollte man zu Perlmutt- oder Kunststofflöffeln ist hier zu raten. Besonders gewählt sind im Moment Löffel, welche desgleichen essbar sind und etwa aus Keksmasse konsistieren. Bitte führen Sie beim Eintauchen in die blauen Granulate das Besteck diagonal, da sonst die leicht zu beeinträchtigende Umhüllung des Naturprodukts beschädigt werden könnte. Die Verpackungen, in denen der Beluga angeboten wird, sind übrigens meist mit einen blauen Aufsatz versehen.

Dass echter Kaviar auch als "schwarzes Gold" genannt wird, hängt verständlicherweise mit dem hohen Preis zusammen, welcher damit erzielt wird. So muss man etwa für ein Kilogramm Beluga-Kaviar – der auch Malossol bezeichnet wird, da er nur leicht gesalzen ist – zwischen 15.000 und 18.000 Euro bezahlen.

 

Sevruga Kaviar

Quelle: Mehr zum Thema Sevruga Kaviar

Wie der Name bereits erkennen lässt, kommt diese Variante vom Sevruga-Stör (Acipenser Stellatus), auf deutsch wird dieses Meerestier auch Sternhausen oder Scherg bezeichnet. ebenso wie dem Beluga kommt er vor ebenso im Schwarzen wie auch im Asowschen und Kaspischen Meer, in deren Zuflüsse die urzeitlich erscheinenden Störe zum Ablaichen hinaufsteigen. Es geht dabei um die kleinste der für die Gewinnung von Kaviar zum Einsatz kommenden Störarten. Diese Sorte wird nicht mehr als etwa 1,50 Meter lang und bringt es auf nicht mehr als 25 Kilogramm. Der Sevruga-Stör bringt es auf ein Alter von dreißig Jahren.

Das Weibchen laicht mit etwa acht Jahren das erste Mal. Dabei produziert es schätzungsweise ein bis drei Kilo des von den Gourmets so nachgefragten Rogen. gleich dem Ossietra stellt her der Fisch im Anschluss circa alle zwei Jahre neue Eier. Auch das Korn ist mit meist ein bis zwei Millimetern Größe etwa so groß und fein wie das seines Stör-"Kollegen". Da der Rogen ähnlich wie der des Beluga allein über eine sehr dünne Haut, Membran, Hülle verfügt, besitzt, aufweist, vorweisen kann, ist diese leicht verletzlich. Dies bewirkt, das der Kaviar auf der Zunge nachgiebig und besonders morbide wirkt. Farblich kommen alle Grautöne vor. insbesondere oft tritt eine stahlgraue Tönung auf. angenehm bei dieser Kaviarvariante ist der nicht zu überschmeckende, starke Meeresgeschmack, der sofort hervorsticht. Unter Kennern wird das würzige und besonders feine Odeur insbesondere geschätzt.

im übrigen positiv zu unterstreichen ist, dass der Sevruga ebenso für den nicht so betuchten Gourmet auf jeden Fall bezahlbar ist. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, erhält man hier verhältnismäßig besonders viel für den gleichen Betrag. Der Deckel dieses Erzeugnisses ist im allgemeinen rot oder orange. Wie der Beluga und der Ossietra gehört der Sevruga zu den geschätzten Edelsorten, welche besonders geschätzt und beliebt sind.

Wie sämtliche Stör-Eier sind die Erzeugnisse des Sevruga-Störs sehr voller Proteinen. außerdem gibt es darin zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine wie zum Beispiel Kupfer, Mangan, Kalzium, Jod, Eisen und die Vitamine A und D.

Abgesehen von dem Beluga-, dem Ossietra- und dem Sevruga-Stör bieten sich an noch unterschiedliche zusätzliche Kaviar produzierende Varianten, die allerdings meist einem Surrogat gelten müssen. Dazu gehört beispielsweise der Forellen Kaviar, welcher aus der Regenbogen Forelle erzeugt wird. Daneben gibt es den Bottarga, der aus Italien stammt und geräuchert und gesalzen wird. Er wird von der sogenannten Meeräsche erzeugt. Daneben gibt es noch den Keta Kaviar vom Ketalachs, den Kaviar vom Seehasen sowie den Presskaviar, bei dem die Eier von verschiedenen Störarten zusammengemengt und gepresst werden.

Weitere Quellen: http://kochmuetzen.net/koch-warenkunde-24-127-365.de.html